Brillen gleichen Fehlsichtigkeiten und Stellungsfehler aus

Als Sehhilfe ist die Brille immer noch das Non-Plus-Ultra. Zwar gibt es mittlerweile auch sehr gut entwickelte Kontaktlinsen (seeside.de) und die Möglichkeit, diverse Fehlsichten operativ mittels Laser zu entfernen. Doch Kontaktlinsen sind leider nicht immer sehr praktisch, auf Dauer teuer und hygienisch anspruchsvoll. Und zu einem operativen Eingriff am eigenen Augenlicht ist auch längst nicht jeder bereit. Unabhängig davon sind die Möglichkeiten dessen, was man auf operativem Wege mit Laser erreichen kann, klar begrenzt.

 

Man kann davon ausgehen, dass Brillen noch auf lange Sicht eine Rolle spielen werden. Insbesondere weil sie einen Vorteil haben, den andere Sehhilfen bis dato nicht haben: Man kann sie einfach und mit simpelsten Handgriffen ablegen oder tauschen. Zudem machen sie auch als modische Accessoires etwas er.


Entstehungsgeschichte der Brillen
Erste Entdeckungen, wie man die optisch vergrößernde Wirkung von Glas oder Kristall nutzen konnte, gab es schon vor Christi Geburt. Bereits Archimedes soll angeblich einen am Kopf befestigten Kristall als Linse benutzt haben. Doch dauerte es von dort an noch sehr lange, bis die Brille oder vergleichbare Sehhilfen erfunden wurden. Ein weitere Schritt war erst im 13. Jahrhundert getan. Damals wurden geschliffene Kristalle als sogenannte Lesesteine verwendet, um sie über das Pergament gleiten und so die Buchstaben größer erscheinen zu lassen. Diese Erfindung zu jener Zeit war sicherlich kein Zufall, da gerade in den Klöstern immer mehr mit schriftlichen Dokumenten gearbeitet wurde, und somit auch ein wirklicher Bedarf an Sehhilfen erstmalig festgestellt wurde. So gesehen ist es kein Wunder, dass dann in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts das erste Leseglas und die wohl erste Brille erfunden wurden.
Besonders mysteriös ist dabei, dass der Erfinder der ersten Lesebrille – und somit des Archetyps der Brillen, wie wir sie heute kennen – überhaupt nicht bekannt ist. Lange Zeit (von 1684 bis 1920) Galt Salvino degli Armati als Erfinder der Brille. Allerdings fand man 1920 heraus, dass es diese Person vermutlich nie gegeben hat. In den Dokumenten, die ihn als Erfinder der Brille ausweisen sollten, wurden Wörter benutzt, die zum angeblichen Zeitpunkt ihrer Niederschrift noch gar nicht gebräuchlich oder auch nur bekannt waren. Das heißt, dass wir nicht wirklich wissen, wem wir die Erfindung der Brille zu verdanken haben.

Dass die Erfindung der Brille so im Dunklen liegt, ist sicherlich auch den Umständen des Mittelalters geschuldet. Damals galten Brillen als obskures Zauberwerkzeug und waren Magneten für Hohn und Spott, was gemessen am Aussehen der ersten Brillen jedoch nicht verwundert.-